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Amt Vrasselt

Die Bürgermeisterei Vrasselt im Kreis Rees mit den Gemeinden Bienen, Dornick, Grietherbusch, Praest und Vrasselt wurde 1816 gegründet. 1928 wurde die Bürgermeisterei Vrasselt in Amt Vrasselt umbenannt. Grietherort lag bis 1819 linksrheinisch. Nach dem Rheindurchstich blieb Grietherort als rechtsrheinischer Ort Teil der linksrheinischen Gemeinde Grieth. Am 1. April 1958 wurde Grietherort jedoch eine eigenständige Gemeinde im Amt Vrasselt. Von 1935 bis 1945 gehörte das Amt Vrasselt zusammen mit dem Amt Rees-Land (Gemeinden Bergswick, Esserden, Reesereyland, Reeserward und Speldrop) und dem Amt Millingen (Gemeinden Empel, Heelden, Millingen und Vehlingen) zum Großamt Rees-Land. Am 1. Juli 1969 wurde das Amt Vrasselt aufgelöst und die sechs Gemeinden durch das Gesetz zur Neugliederung von Gemeinden des Landkreises Rees in die Städte Emmerich (Vrasselt, Praest und Dornick) oder Rees (Bienen, Grietherbusch und Grietherort) eingegliedert. Die Stadt Emmerich ist die Rechtsnachfolgerin des Amtes Vrasselt. Die ehemals selbständigen Gemeinden Bienen, Dornick, Praest und Vrasselt bestehen als Ortsteile der Stadt Rees bzw. der Stadt Emmerich am Rhein fort, während Grietherbusch und Grietherort Siedlungen im Stadtteil Bienen der Stadt Rees sind. Der Sitz des Amtes Vrasselt war Praest. Die Fläche des Amtes Vrasselt betrug 40,9 km².

Politik

Auch nach 1945 bestand noch eine große Wählerschaft für das Zentrum. Wahlberechtigte bei den Gemeindewahlen von 1952 waren im Amt Vrasselt 2.096 Personen. 760 Stimmen fielen auf die CDU, 702 Stimmen auf das Zentrum.

Wappen

Das Wappen des Amtes Vrasselt zeigt in einem durch eine grüne Spitze von Rot und Gold (Gelb) gespaltenen Schild, darin einen goldenen (gelben) Bienenkorb, vorne einen silbernen (weißen) Bischof mit einem schwarzen Buch in der linken und einen goldenen (gelben) Glockenstab mit zwei goldenen (gelben) Glocken in der rechten Hand, hinten übereinander zwei springende rote Wölfe mit goldener (gelber) Krone und goldenem (gelbem) Schellenhalsband. Die Figur stellt den Schutzpatron der Gemeinde Vrasselt, den heiligen Antonius dar, die Wölfe stammen aus dem Wappen der Herren von Schloss Hueth, das zur früheren Gemeinde Bienen gehörte; der Bienenkorb steht für die Gemeinde Bienen („redendes Wappen“). Das Wappen wurde dem Amt Vrasselt im Jahr 1953 verliehen.

Das Wappen des Amtes Vrasselt bei Wikimedia Commons

Bürgermeister

Willy Meyer war von 1961 bis zur Auflösung im Jahr 1969 der letzte Amtsbürgermeister im Amt Vrasselt. 1931 war Hilgers Amtsbürgermeister, Gemeindevorsteher waren Schlaghecken (Bienen), Brüggemann (Dornick), Lörcks (Grietherbusch), Bonnes (Praest) und Schott (Vrasselt).

Karte

Quelle: Jürgen Krause Wikimedia Commons

Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

https://commons.m.wikimedia.org/wiki/File:Karte_Amt_Vrasselt.svg

Einwohnerentwicklung